Ganzjährige Autopflege: Der komplette saisonale Wartungsratgeber
Saisonale Autowartung nach Systemen geordnet – Batterie, Kühlung, Reifen, Bremsen, Flüssigkeiten. Was wann geprüft werden muss, damit nichts übersehen wird.
Die meisten saisonalen Autopflegeanleitungen erzählen einem viermal dasselbe in leicht anderer Reihenfolge. Öl wechseln. Reifen prüfen. In drei Monaten wiederholen.
Dieses Format hat mich endgültig genervt, nachdem mich mein eigener Skoda Octavia an einem Novembermorgen auf dem Lidl-Parkplatz im Stich gelassen hat. Die Batterie war drei Jahre alt, im Frühling noch tadellos getestet. Wie sich herausstellte, hatte der Sommer sie von innen zerstört, und der erste richtige Kälteeinbruch gab ihr den Rest. Hätte ich gewusst, was ich wirklich wann prüfen muss, hätte ich das Problem im Oktober mit etwa 15 Minuten Aufwand erkannt.
Dieser Ratgeber behandelt jedes System einmal und sagt genau, was es im Laufe des Jahres braucht. Keine viermalige Wiederholung desselben Ölwechsel-Hinweises.
Batterie: Das System, das einen am ehesten stranden lässt
Eine voll geladene Autobatterie liefert bei 27°C rund 100% ihrer Nennkapazität. Bei 0°C sinkt das auf etwa 80%. Bei -18°C sind es nur noch rund 50%. Gleichzeitig braucht der Motor bei Kälte deutlich mehr Anlassleistung, weil das Öl dickflüssiger ist und alles sich zusammengezogen hat.
Weniger Leistung verfügbar, mehr Leistung gebraucht. Diese Gleichung geht nicht mehr auf, wenn die Batterie alt ist.
Und jetzt der Teil, den die meisten falsch einschätzen: Der Sommer zerstört mehr Batterien als der Winter. Hitze beschleunigt den chemischen Abbau im Inneren der Batterie. Sie lässt den Elektrolyten verdunsten und korrodiert die Bleiplatten. Die Batterie überlebt den Sommer oft in geschwächtem Zustand, noch funktionsfähig genug, um einen warmen Motor zu starten. Dann kommt der erste richtig kalte Morgen, der Anlassstrom schnellt hoch, und die geschwächte Batterie gibt auf.
Einer der häufigsten Beiträge im motor-talk.de-Forum jeden Dezember ist irgendeine Variante von „Batterie war gestern noch okay, springt heute nicht an." Es ist fast immer eine 3-4 Jahre alte Batterie, die der Sommer still und leise zerstört hat.
Was wann zu tun ist:Lasst im Herbst vor dem ersten Frost einen Batterielasttest machen, bei jeder Werkstatt oder jedem Autozubehörladen. Die vergleichen eure Kaltstartstrom-Ampere mit dem Nennwert. Wenn die Batterie über vier Jahre alt ist und Schwächen zeigt, tauscht sie für 80-150 € in aller Ruhe in der Werkstatt. Nicht auf einem eiskalten Parkplatz um 6 Uhr morgens, während ihr den ADAC anruft.
Reinigt die Polklemmen ein- bis zweimal im Jahr mit einer Drahtbürste, Natron und Wasser. Korrodierte Klemmen erhöhen den Widerstand und bringen eine grenzwertige Batterie schneller zum Versagen. Eine dünne Schicht Polfett danach bremst zukünftige Korrosion.
Wenn euer Auto im Sommer draußen steht, hilft eine Batterie-Isolierhülle. Kostet unter 15 €, ist in fünf Minuten eingebaut und kann die Lebensdauer der Batterie um ein Jahr oder mehr verlängern.
Wenn euer Auto eine Batteriespannungswarnung anzeigt oder ihr träges Anlassen bemerkt habt, kann Skanyx eure Batteriespannung über OBD-II-Live-Daten auslesen, damit ihr prüfen könnt, ob sie noch im gesunden Bereich liegt, bevor euch der erste Kälteeinbruch erwischt. skanyx.com/download
Kühlsystem: Frostschutzmittel, Überhitzung und Schlauchkontrollen
Euer Kühlsystem arbeitet das ganze Jahr, steht aber je nach Jahreszeit vor gegensätzlichen Problemen. Im Winter darf das Kühlmittel nicht einfrieren. Im Sommer darf es nicht kochen. Die übliche 50/50-Mischung aus Kühlmittel und destilliertem Wasser bewältigt beides und schützt bis -37°C auf der kalten Seite, während sie den Siedepunkt deutlich über 100°C anhebt.
Ein Frostschutz-Prüfer für 10 € verrät euch, ob eure Mischung noch im Sollbereich liegt. Jeden Herbst testen. Dauert etwa zwei Minuten.
Der Schlauch-Drücktest. Bei kaltem Motor jeden Kühlerschlauch fest zusammendrücken. Ein guter Schlauch fühlt sich fest, aber flexibel an, wie eine reife Avocado. Wenn er spröde, brüchig oder matschig ist, tauscht ihn aus, bevor er versagt. Die Lektion hab ich auf die harte Tour gelernt, als ein unterer Kühlerschlauch auf der A2 bei Eindhoven geplatzt ist. Fünf Minuten von der kleinen Unannehmlichkeit zum Abschleppwagen und einer 400 € Reparaturrechnung, die 30 € gewesen wäre, hätte ich die weiche Stelle einen Monat vorher entdeckt.Ein geplatzter Schlauch auf der Autobahn wird in unter fünf Minuten vom kleinen Ärgernis zum Motorschaden.
Was tun, wenn die Temperaturanzeige in den roten Bereich geht
Wenn eure Temperaturanzeige hochschießt oder Dampf unter der Motorhaube aufsteigt:
Sofort die Klimaanlage ausschalten. Der Kompressor belastet den Motor zusätzlich. Dann die Heizung auf Maximum drehen, Gebläse auf volle Stufe. Der Wärmetauscher im Innenraum ist im Prinzip ein zweiter Kühler, der dem Motor Wärme entzieht und in den Innenraum bläst. Im Juli eine Qual, aber es funktioniert. Sobald möglich sicher anhalten. Versucht nicht, bis zur nächsten Ausfahrt zu schleichen, wenn die Anzeige im roten Bereich ist. Lasst den Motor nach dem Anhalten noch eine Minute laufen. Sofortiges Abstellen stoppt die Kühlmittelzirkulation und kann örtliche Hitzestaus verursachen. Niemals den Kühlerdeckel öffnen, solange alles heiß ist. Das System steht unter Druck. Überhitztes Kühlmittel schießt heraus und verursacht schwere Verbrühungen. Das ist kein „Vorsicht"-Hinweis. Das ist eine „Finger weg"-Regel. Wartet mindestens 30 Minuten, bevor ihr den Kühlmittelstand prüft, und füllt Wasser in den Ausgleichsbehälter nach (nicht über den Kühlerdeckel), bei abgestelltem Motor.Wenn ihr eine Überhitzung hattet, liest Skanyx eure Kühlmitteltemperatur in Echtzeit über Live-Daten aus, damit ihr beobachten könnt, ob der Thermostat beim Aufwärmen des Motors normal öffnet. Nützlich, um eine Reparatur zu bestätigen, bevor ihr euch auf eine lange Fahrt verlasst. skanyx.com/download
Vor der Heizsaison die Innenraumheizung testen. Wenn nur kalte Luft kommt, sind die vier häufigsten Ursachen in der Reihenfolge der Kosten: zu niedriger Kühlmittelstand (kostenlose Lösung), festsitzender Thermostat (40-120 €), defekter Gebläsemotor (120-250 €) oder verstopfter Wärmetauscher (400-700 € für den Austausch). Immer zuerst den Kühlmittelstand prüfen, bevor man vom Schlimmsten ausgeht.Reifen: Wintergummi, Sommerdruck und der DOT-Datumscode
Winterreifen sind in kalten Klimazonen keine Option, sondern Pflicht
Die Gummimischung von Ganzjahresreifen verhärtet unter etwa 7°C. Winterreifen verwenden eine weichere Mischung, die bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt und deutlich mehr Traktion auf kaltem Asphalt bietet, auch ganz ohne Schnee oder Eis.
Allradantrieb hilft beim Beschleunigen. Das war's. Beim Bremsen und in Kurven bringt er nichts. Winterreifen helfen bei allen dreien, weil sie jedem Rad mehr Grip geben, egal welche Räder angetrieben werden. Ein Golf mit Frontantrieb auf Winterreifen bremst und kurvt besser als ein Allradfahrzeug auf Ganzjahresreifen, jedes einzelne Mal bei kalten Bedingungen. Das ist keine Meinung. Reifenhersteller haben das wiederholt getestet, und die Ergebnisse sind eindeutig.
In Deutschland gilt seit 2010 die situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf man nur mit M+S-gekennzeichneten Reifen fahren. Wer ohne erwischt wird, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Und auch bei der Kaskoversicherung kann es Probleme geben, wenn man bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt wird. Es lohnt sich, die eigene Police zu prüfen.
Das Kostenargument: Solange der Winterreifensatz drauf ist, liegen die Sommerreifen in der Garage und nutzen sich nicht ab. Man verteilt den Verschleiß auf zwei Sätze. Die Reifen kosten erstmal Geld, aber sie amortisieren sich weitgehend durch die verlängerte Lebensdauer der Sommerreifen.
Reifendruck im Sommer
Hitze erhöht den Reifendruck. Bei jedem Anstieg der Außentemperatur um 5,5°C steigt der Reifendruck um etwa 0,07 bar. Prüft den Druck morgens vor dem Losfahren. Der Wert auf dem Aufkleber im Türrahmen ist der Kaltbefüllungswert, nicht der Heißwert, den ihr nach einer Autobahnfahrt messt.
Der DOT-Datumscode
Jeder Reifen hat einen vierstelligen DOT-Code auf der Seitenwand eingeprägt. Die ersten zwei Ziffern sind die Produktionswoche, die letzten zwei das Jahr. Ein Code 2319 bedeutet Woche 23 des Jahres 2019. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten unabhängig von der Restprofiltiefe ersetzt werden. Die Gummimischungen bauen sich durch UV-Strahlung und Oxidation ab, egal ob der Reifen benutzt wird oder nicht.
Reifen alle 8.000-12.000 km oder bei jedem Ölwechsel umstecken. Das gleicht Abnutzungsmuster aus und verlängert die Lebensdauer des Satzes.
Bremsen und Fahrwerk: Die Inspektion nach dem Winter
Der Winter ist brutal für Bremsen und Fahrwerk. Streusalz beschleunigt Korrosion, Schlaglöcher hämmern auf Buchsen und Traggelenke ein, und Feuchtigkeit gelangt an Stellen, wo sie nichts zu suchen hat. Der Frühling ist die Zeit, den Schaden zu begutachten.
Korrosion an den Bremsleitungen
Das ist der Punkt, der Mechanikern wirklich Angst macht. Korrodierte Bremsleitungen können ohne Vorwarnung platzen und totalen Bremsausfall verursachen. Kriecht unter das Auto (oder lasst es eine Werkstatt machen) und schaut euch die starren Bremsleitungen an, die am Unterboden entlanglaufen. Oberflächenrost ist normal. Abblättern, Lochfraß oder Aufquellungen bedeuten, dass ein Austausch überfällig ist.
Hier meine klare Meinung: Wenn ihr irgendwo lebt, wo Streusalz verwendet wird, steigt auf Edelstahl- oder Kupfer-Nickel-Bremsleitungen um. Das kostet 120-250 € für den kompletten Satz, und sie überleben das Auto. Original-Stahlleitungen in Streusalz-Regionen sind im Grunde eine tickende Zeitbombe. Einer dieser Foreneinträge, die jeden Winter auftauchen, ist von jemandem, dessen Bremspedal auf der Autobahn durchgefallen ist, weil eine rostige Leitung endlich nachgegeben hat. Komplett vermeidbar.
Schnelle Fahrwerks-Checks
Zwei Tests, die ihr in der Einfahrt machen könnt:
Der Wipptest. Drückt jede Ecke des Autos kräftig nach unten und lasst los. Das Auto sollte einmal wippen und sich beruhigen. Wippt es mehr als zweimal, ist der Stoßdämpfer oder das Federbein an dieser Ecke verschlissen. Der Reifen-Rütteltest. Fasst oben und unten an einen Vorderreifen und wackelt ihn rein und raus. Jedes Klackern oder spürbares Spiel deutet auf verschlissene Traggelenke oder Spurstangenköpfe hin, beides sicherheitskritische Bauteile, die in der Werkstatt geprüft werden müssen.Rostinspektion nach der Salzsaison
Der Frühling ist der Zeitpunkt, um Karosserie und Unterboden auf Salzschäden vom Winter zu kontrollieren. Rost durchläuft drei Stadien:
Oberflächenrost - Verfärbungen und leichte Rauheit auf lackierten Flächen. Selbst beheben mit Drahtbürste, Rostumwandler (Fertan oder Brunox sind solide Produkte) und Lackstift für unter 25 €. Fünf Minuten Aufwand in diesem Stadium spart später Hunderte. Blasenbildung im Lack - der Rost hat sich unter den Lack gefressen und breitet sich unter der Oberfläche aus. Eine Lackiererei kann ihn herausschleifen und neu lackieren, für 80-250 € pro Bauteil. Abblättern oder Durchrostung - das Blech ist perforiert. Hier muss der rostige Bereich herausgeschnitten und neues Blech eingeschweißt werden, typischerweise 400-1.500 €+ je nach Stelle und Ausmaß. Strukturelle Bereiche wie Längsträger oder Schweller können bedeuten, dass die Reparatur mehr kostet als das Auto wert ist. In diesem Stadium sagt einem ein ehrlicher Mechaniker, dass man sich nach einem neuen Auto umschauen sollte.Flüssigkeiten: Was wann zu prüfen ist
Öl
Kaltes Wetter verdickt Öl. Wenn eure Betriebsanleitung eine Winter-Viskosität aufführt (etwa den Wechsel von 5W-30 auf 0W-20 für Kaltstarts), nutzt sie in den kalten Monaten. Dünneres Öl fließt schneller beim Starten und reduziert die 30-60 Sekunden erhöhten Motorverschleißes, die auftreten, bevor sich der Öldruck vollständig aufgebaut hat.
Kurze Winterfahrten sind besonders hart für das Öl. Der Motor erreicht nie die volle Betriebstemperatur, sodass sich Feuchtigkeit und Kraftstoffdämpfe im Öl ansammeln, statt abzudampfen. Wenn eure Winterfahrten überwiegend unter 10 Minuten liegen, wechselt das Öl häufiger. Geht eher nach Zeit als nach Kilometern.
Und hier eine meiner unpopulärsten Meinungen: Die vom Hersteller empfohlenen Ölwechselintervalle sind zu lang geworden. Viele moderne Autos geben 15.000 oder sogar 30.000 km zwischen den Wechseln vor. Das mag für gleichmäßiges Autobahnfahren bei moderatem Klima in Ordnung sein. Aber für Stadtverkehr, Kurzstrecken, kalte Klimabedingungen oder staubige Verhältnisse (was den meisten realen Fahrbetrieb beschreibt) sind 10.000 km oder einmal im Jahr das sicherere Intervall. Öl ist billig. Motoren nicht.
Kraftstoff
Haltet den Tank im Winter mindestens halb voll. Ein halb leerer Tank hat einen großen Luftraum über dem Kraftstoff, und Temperaturschwankungen verursachen Kondenswasser an den Tankwänden. Dieses Wasser setzt sich am Boden ab, wird ins Kraftstoffsystem gesaugt und verursacht unrunden Motorlauf oder bei extremer Kälte eingefrorene Kraftstoffleitungen.
Weitere Flüssigkeiten
Kühlmittel: Frostschutzkonzentration jeden Herbst mit einem Prüfer testen. Alle 5 Jahre oder 150.000 km bei Langzeitkühlmittel wechseln, früher bei herkömmlichem grünen Kühlmittel. Bremsflüssigkeit: Nimmt mit der Zeit Feuchtigkeit auf, was den Siedepunkt senkt. Mit einem 10-€-Feuchtigkeitstester prüfen. Alle 2-3 Jahre wechseln. Schaut in die Betriebsanleitung, manche Hersteller geben längere Intervalle vor. Scheibenwischwasser: Vor dem ersten Frost auf winterfestes Wischwasser (-20°C oder kälter) umsteigen. Sommerwischwasser gefriert auf der Windschutzscheibe und macht euch blind. Das hab ich bei 110 km/h auf der E67 in Litauen gelernt. Nicht zu empfehlen.Sichtbarkeit: Scheibenwischer, Wischwasser und Scheinwerfer-Aufbereitung
Scheibenwischer verschleißen durch UV-Strahlung im Sommer und Eisschäden im Winter. Tauscht sie zweimal im Jahr, im Herbst und im Frühling, oder sobald sie anfangen zu schmieren. 15-35 €, zwei Minuten Einbau, und der Unterschied bei starkem Regen ist enorm.
Scheinwerfer-Aufbereitung
Trübe, vergilbte Scheinwerfer können die Lichtleistung um bis zu 80% reduzieren. Eine Studie hat ergeben, dass verschlechterte Streuscheiben nur noch 20% des Lichts abgeben können, das neue Scheinwerfer liefern. Bevor ihr 150 €+ für neue Scheinwerfereinheiten ausgebt, probiert ein Aufbereitungsset für 10-20 €. Etwa 30 Minuten Nassschleifen und Polieren bringt oxidierte Kunststoffscheiben wieder auf nahezu neuwertigen Zustand.
Halogenlampen verlieren nach 3-4 Jahren Nutzung etwa 30% ihrer Helligkeit. Die Abnahme ist so schleichend, dass man sie im Alltag nicht bemerkt, aber setzt ein frisches Paar ein und der Unterschied ist verblüffend. Immer paarweise tauschen, damit beide Seiten gleich leuchten.
Herbst-Check: Testet eure Scheinwerfer, Rücklichter, Bremslichter und Blinker vor der Jahreszeit, in der ihr sie am meisten braucht. Lasst jemanden ums Auto gehen, während ihr alles durchschaltet. Dauert zwei Minuten und erspart euch beim nächsten TÜV-Termin unangenehme Überraschungen.Was saisonale Wartung wirklich kostet
Eine der häufigsten Fragen in Autoforen ist „Werde ich von der Werkstatt abgezockt?" Hier sind die üblichen Kosten für diese Posten:
| Wartungsposten | Kosten bei Eigenarbeit | Werkstattkosten |
|---|---|---|
| Batteriewechsel | 80-150 € (nur Batterie) | 120-220 € eingebaut |
| Kühlmittelspülung | 15-30 € (Flüssigkeit + dest. Wasser) | 70-130 € |
| Bremsflüssigkeitswechsel | 10-25 € (Flüssigkeit + Entlüfterset) | 60-100 € |
| Scheinwerfer-Aufbereitung | 10-20 € (Set) | 35-70 € pro Scheinwerfer |
| Winterreifen (4er-Satz) | 250-500 € (selbst montiert) | 350-700 € montiert |
| Scheibenwischer (Paar) | 15-35 € | 25-50 € eingebaut |
| Reparatur | Typische Kosten | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Thermostatwechsel | 40-120 € | Häufige Ursache für Überhitzung oder keine Innenraumheizung |
| Wärmetauscher-Austausch | 400-700 € | Arbeitsintensiv, Armaturenbrett muss meist raus |
| Stoßdämpfer (Paar) | 150-350 € | Teile + Einbau, pro Achse |
| Bremsleitungen komplett | 120-250 € Stahl / 200-400 € Kupfer-Nickel | Kupfer-Nickel hält ewig |
| Rostbeseitigung (pro Bauteil) | 80-250 € Oberfläche / 400-1.500 €+ strukturell | Früh erkennen |
Eure Notfallausrüstung
Haltet eine Ausrüstung im Kofferraum bereit. Die Basisausstattung bleibt das ganze Jahr drin, mit ein paar Ergänzungen für den Winter:
Ganzjährig: Ein mobiler Starthilfebooster (ein NOCO Boost Plus GB40 oder ähnlich kostet etwa 80-100 € und passt ins Handschuhfach, deutlich nützlicher als Starthilfekabel, weil man kein zweites Fahrzeug braucht), Basis-Werkzeugsatz, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set, Ladekabel fürs Handy, Reifendruckprüfer und ein Liter Motoröl. Winter-Ergänzungen: Decke, Eiskratzer, kleiner Beutel Katzenstreu oder Sand (Traktion auf Eis), winterfestes Wischwasser und eine Klappschaufel, wenn ihr in schneereichen Gebieten lebt.Bei saisonaler Wartung geht es nicht darum, alle drei Monate eine 47-Punkte-Checkliste abzuarbeiten. Es geht darum zu wissen, welche Systeme zu welcher Jahreszeit Aufmerksamkeit brauchen, und die kleinen Dinge zu erkennen, bevor sie zu den teuren Dingen werden. Eine OBD-II-Scanner-App wie Skanyx hilft dabei, indem sie euch Fehlercodes auslesen, Live-Sensordaten wie Batteriespannung und Kühlmitteltemperaturen prüfen und die wichtigsten Systeme eures Autos im Blick behalten lässt, wann immer ihr den Stecker einsteckt. skanyx.com/download
Eurem Auto ist egal, welcher Monat gerade ist. Es interessiert sich dafür, ob ihr aufgepasst habt.
Skanyx Team
Experten für Fahrzeugdiagnose
Das Skanyx-Team verbindet Automobil-Expertise mit modernster KI-Technologie, um Autobesitzern zu helfen, ihre Fahrzeuge besser zu verstehen und zu pflegen.
