Zahnriemen im Ölbad zersetzt sich
Was passiert
Der Zahnriemen sitzt im Inneren des Motors und wird ständig von Öl umspült. Auf Kurzstrecken und bei kaltem Motor gelangt Kraftstoff ins Öl und verdünnt es, und altes oder verdünntes Öl greift den Gummi des Riemens an: Er quillt auf und verliert seine Beschichtung. Die gelösten Gummiteile landen in der Ölwanne und im Ansaugsieb der Ölpumpe.
Symptome
- Anfangs oft keine: Durch die Öleinfüllöffnung sieht der Riemen grau, rau oder ausgefranst aus statt glatt und schwarz
- Motorkontrollleuchte mit Fehlercodes zur Nockenwellen-Steuerzeit
- Unrunder Motorlauf oder Ruckeln, weil sich der Riemen längt und die Steuerzeiten wandern
- Bei der Wartung finden sich Gummistücke in der Ölwanne oder im Ölfilter
Wann
Oft lange vor dem ursprünglichen Intervall von 175.000 km; am stärksten betroffen sind Autos, die viel Kurzstrecke fahren oder zu spät gewartet werden
Kosten inkl. Einbau
von 600 € bis 1.500 €
Die Reparatur
Neuer Zahnriemensatz, dazu wird das Ansaugsieb der Ölpumpe gereinigt oder ersetzt, ein neuer Ölfilter eingebaut und Öl mit der richtigen Spezifikation eingefüllt. Stellantis schreibt inzwischen bei jeder Wartung eine Riemenprüfung und ein kürzeres Wechselintervall von 6 Jahren oder 100.000 km vor. Nach Angaben von Stellantis übernimmt der Hersteller bei 1.0- und 1.2-PureTech-Motoren der vorherigen Generation 100 % der Teile- und Arbeitskosten für bis zu 10 Jahre oder 180.000 km (112.000 Meilen), je nachdem, was zuerst eintritt, wenn ein Öldruckproblem durch vorzeitigen Verschleiß des Riemens entstanden ist. Das gilt abhängig vom Produktionsdatum und unter der Bedingung, dass das Auto nach Wartungsplan gewartet wurde und Diagnose und Reparatur im autorisierten Netz der Marke erfolgen.
Quellen: peugeot.co.uk, media.stellantis.com, largus.fr, largus.fr, pmmonline.co.uk
